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Interessantitäten

Ihr merkt schon, ich mach das ganze hier getrennt, nach Themen. Wär sonst wohl zu viel. Ich mach dann mal weiter mit ein paar kleineren interessanten Erfahrungen (Gibt’s da eigentlich ein Nomen? Interessantitäten? Oder so?).

  1. Drogenprävention auf Chinesisch.
    Letztens in der Schule... bringt die Klassenlehrerin eine DVD mit einem Präventionsfilm gegen Rauchen mit. Nachdem es ein Dutzend Schüler geschafft hat, den Fernseher und DVD-Player in Betrieb zu nehmen (das ist seit ich hier bin nämlich erst zweimal geschehen, obwohl jede Klasse einen eigenen Fernseher hat), wurden wir zur Ruhe ermahnt und der Film begann. Begann wie das Klischee eines pädagogischen Präventionsfilms. Mit düsterer Musik, ganz offensichtlich furchtbar süchtigen und zerrütteten Individuen, die in dunklen Ecken nur schemenhaft erkennbar große, bedrohliche Rauchwolken ausstoßen. Doch das ist erst der Anfang. Wo in Deutschland bevorzugt auf schematische biologische Darstellungen zurückgegriffen wird, mögen es die Chinesen lieber praktisch. Also Tierexperimente. Zuerst wird einer süßen weißen Maus Nikotin gespritzt, worauf sie ein wenig panisch hyperaktiv herumrennt und dann tot umfällt. Okay soweit. In Deutschland eventuell noch vorstellbar. Doch dann, später, folgendes: Zehn (süße) weiße Mäuse in einem Plexiglaskasten, ein Anschluss an diesem Kasten mit fünf handelsüblichen Zigaretten und eine Fräulein Doktor Mengele mit Stoppuhr und Pumpe. Naja. Den Rest könnt ihr euch warhscheinlich vorstellen, die grausame Hexe pumpt, die Mäuse winden sich, springen am einzigen winzigen Luftloch (da wo die Pumpe ist) hoch, entleeren sich, zucken in Todeskrämpfen und verenden qualvoll, während die Dame auf die Stoppuhr schaut.
    Okay, ich verstehe, das Problem mit den Parallelen zu Vergasung und Holocaust ist wahrscheinlich ein rein deutsches, aber selbst ohne das würde kein Lehrer einen solchen Film in einer deutschen vergleichbaren Schule zeigen.
    Das merkwürdigste kommt allerdings noch: Die Schüler zeigten sich völlig ungerührt, ja lachten sogar über die so witzig springenden und zuckenden Mäuse. Sogar ein paar von den Mädchen. Bedrückt hat das niemanden, geschweige denn dass jemandem schlecht geworden wär. Fand ich krass. Wie wohl deutsche Schüler reagiert hätten?

  2. Morgensport
    Ich bin der tollste! Ich bin beim Morgensport in der Schule derjenige, der vor der ganzen Klasse steht und vorspackt, was die nachspacken sollen! Das bin ich nicht freiwillig geworden, so wie sich hier Freiwilligkeit und Schule sowieso gegenseitig ausschließen. Sondern ich hab einfach mitgemacht, womit ich schon unter meinen Mitschülern heraussteche und prompt von meiner Klassenlehrerin ohne um meine Meinung zu fragen nach vorne beordert wurde. Am Anfang war's mir unangenehm der erste unter Gleichen zu sein, ich wollte gleich unter Gleichen sein. Aber man gewöhnt sich dran, und man wird hier auch nicht als Streber betitelt. So gut wie nie, egal was man macht. Was dazu führt, dass Schüler ihre Lehrer massieren... Ó_ò

  3. Einkaufen
    Wenn man hier einkaufen geht, ist das etwas ganz besonderes, vor allem wenn es nicht um Supermarkteinkäufe sondern um größeres geht. So bei meiner Jacke zum Beispiel. Ich bin in den Laden hineingegangen und sofort standen mir zwei Mitarbeiter zur Verfügung, die allerdings nicht nur daneben stehen und kleine Ratschläge geben und auf Fragen antworten, so wie es in Europa in sehr edlen Geschäften üblich ist, sondern mir vielmehr jedes einzelne Kleidungsstück, das verfügbar ist, vorschlagen, anziehen, in jedem Fall als sehr gut bewerten und dann warten, ob ich kaufe. Wenn ich mehr als drei Sekunden nichts sage, schlagen sie mir das nächste vor. Das ist ein sehr unangenehmes Gefühl, ich fühle mich bedrängt und nicht frei in meiner Entscheidung.
    Noch schlimmer ist es in großen Malls, wo ganz viele kleine Läden Dinge verkaufen, die meistens kein Mensch braucht. Manchmal auch Kleidung oder Elektrogeräte. Jedenfalls, wenn man da durchgeht (vor allem als Ausländer), fangen sie an, einem Dinge wie „Lookilook!“ (was witzigerweise wahrscheinlich vom chinesischen „看一看” kommt) „very cheap!“ und die Namen des Ramsches, den sie verscherbeln, zuzurufen. Wenn man dann näher kommt und schaut, breiten sie siegesgewiss schonmal all ihre Ware auf den Glastresen aus und erzählen einem die Preise, die in den meisten Fällen 500% des Preises für Chinesen betragen, ohne dabei „very cheap“ wegzulassen. Mich persönlich hält das vom Kauf eher ab und da ich glaube, damit nicht allein zu sein, wundert mich, dass die sonst meist so geschäftstüchtigen Chinesen das noch nicht verstanden haben.

So, das wars dann auch mit Anekdoten, und ich glaube auch dass es das erstmal für heute war, ich hab' heute vier Seiten geschrieben. Geht bald weiter, keine Angst.

29.1.08 10:21
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Papa (7.2.08 18:47)
Fäliks, hat Mao nach Abschluss deines Tanzes immer noch gelächelt? Das muss doch die Kulturrevolution für ihn sein! Räwoluzzion!!!

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